12.mai, 2018

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Der emeritierte Bischof von Hong Kong bittet um das Gebet für die katholische Kirche in China

Auf der Pressekonferenz heute Nachmittag dankte Kardinal John Tong Hon für die Einladung, der Wallfahrt zum Jahresgedächtnis der Erscheinungen vorzustehen, und erinnerte an die Situation der chinesischen Katholiken.

Zur Eröffnung der Pressekonferenz sprach der Bischof von Leiria-Fatima António Marto. Er erwähnte die Anwesenheit von Papst Franziskus bei der Internationalen Wallfahrt zum 100. Jahresgedächtnis der Erscheinungen im Mai 2017 wie auch die Heiligsprechung von Francisco und Jacinta Marto als damaligen Höhepunkt.

„Diese Jubelfeier hat in einzigartiger Weise die prophetische Dimension der Botschaft von Fatima mit ihrer historischen Wirkung hervorgehoben, so wie die Internationalisierung der Botschaft und des Heiligtums, das diese Botschaft erhalten hat und verbreitet“, so der Bischof von Leiria-Fatima in Erinnerung an die Anwesenheit von Pilgern aus aller Welt in Cova da Iria und die „exponentielle Zunahme“ asiatischer Pilger, speziell aus China.

Dieser Anstieg sei für Bischof Marto einer der Gründe gewesen, den emeritierten Bischof von Hong Kong für die Internationale Wallfahrt zum Jahresgedächtnis der Erscheinungen im Mai 2018 einzuladen, als jemand, „der die chinesischen Katholiken und zugleich den asiatischen Weltteil repräsentiert, welcher aus der Sicht der Katholischen Kirche an Bedeutung gewinnt“.

„Wir erleben einen sensiblen und zugleich hoffnungsvollen Moment in der Beziehung zwischen dem Heiligen Stuhl und China im Sinne eines Dialogs, der den Weg für die Anerkennung der Katholischen Kirche in diesem Land bereiten kann. Dies wird daher eine der Gebetsintentionen dieser Internationalen Wallfahrt sein, mit der Bitte um die Fürsprache der Muttergottes, damit dieser Dialog fruchtbar wird und zu einem guten Ergebnis führt“, erklärte er.

Noch im Hinblick auf den asiatischen Kontinent erinnerte der Bischof von Leiria-Fatima an das politische Zeitgeschehen auf der koreanischen Halbinsel, wo „ein Feuer der Hoffnung auf nukleare Abrüstung aufleuchtet“. In diesem Zusammenhang erinnerte Bischof António Marto an die Reise der Pilgernden Gottesmutter von Fatima nach Südkorea, während der sie unter anderem an der Grenze zu Nordkorea in einer Kirche verehrt wurde, die unter dem Patrozinium Unserer Lieben Frau von Fatima steht.

Zum Thema Frieden erinnerte Bischof Marto ferner an den „absurden Krieg, der seit acht Jahren in Syrien andauert“ und insbesondere an die getöteten Opfer dieses Konflikts, an die Vertriebenen und an die Flüchtlinge. Er erwähnte als Ansporn für das Ende aller Kriege die Nähe des 100. Jahrestages seit dem Ende des Ersten Weltkriegs, ein Konflikt, der in der Botschaft von Fatima „so gegenwärtig“ ist.

Auf kirchlicher Ebene erwähnte der Diözesanbischof die jüngste Apostolische Exhortation „Gaudete et Exsultate“ über den Aufruf zur Heiligkeit des gesamten Volkes Gottes; das nächste Konsistorium, in dem der Heilige Vater die Heiligsprechung von Papst Paul VI. ankündigen wird, dem ersten Papst, der Fatima besucht hat und den Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel, der morgen gefeiert wird, und dankte dabei den Fachleuten in diesem Bereich für ihre „edle Mission des sozialen Friedens“ .

 

„Ich bitte, dass ihr auch zu Unserer Lieben Frau für China betet“

Der Bischof emeritus von Hong Kong dankte auf der Pressekonferenz an diesem Nachmittag Bischof António Marto für die Einladung zum Vorsitz bei der ersten Internationalen Wallfahrt zum Jahresgedächtnis der Erscheinungen im Jahr 2018 und interpretierte seine eigene Anwesenheit als eine „Gelegenheit, über die Verehrung der Chinesen zu Unserer Lieben Frau von Fatima“ zu reflektieren.

„Die ständigen Aufrufe zum Frieden, zur Bekehrung und zur Verkündigung Christi, die Unsere Liebe Frau in Fatima hinterlassen hat, geben uns Mut, uns dem Leben zu stellen, im Glauben treu zu sein und auf dem Weg zu Jesus mit Freude und Hoffnung weiterzuschreiten,“ sagte Kardinal Tong Hon, als er beschrieb, wie er bereits am Anfang seiner Ausbildung im Kleinen Seminar von Macao mit der Botschaft von Fatima in Kontakt kam.

„Noch heute feiert die Kirche in Macao den 13. Mai, einen Tag, an dem dort auch Pilger aus Hong Kong und anderen benachbarten Städten zusammenkommen. Mariengebete ermutigen die Katholiken, ihren Glauben zu vertiefen und sind eine Gelegenheit zu evangelisieren.“

Der Bischof emeritus von Hong Kong erwähnte ebenfalls die mit der Verehrung Unserer Lieben Frau von Fatima verbundenen Feierlichkeiten, die in Hong Kong und Taiwan stattfinden, vor allem diejenigen, die bei Gelegenheit der Hundertjahrfeier 2017 in zahlreichen Pfarreien organisiert wurden.

Um die Marienverehrung auf dem asiatischen Kontinent zu kontextualisieren sprach Kardinal Tong Hon von der „schwierigen Situation“, in der die katholische Kirche in China lebt.

„Die chinesische Regierung bewegt sich durch die Gestaltung einer patriotischen Vereinigung, durch staatliche Sanktionen und religiöse Gesetze auf die Schaffung einer autonomen nationalen Kirche zu. Die Staatsgewalt versucht dieses Ziel durch restriktive Maßnahmen zu erreichen, die in das soziale und kirchliche Leben eingreifen und das Leben im Glauben noch schwieriger machen.“

Trotz dieses Szenarios zeigte der emeritierte Bischof von Hong Kong Hoffnung in Bezug auf die gegenwärtige Situation der katholischen Kirche in China, insbesondere aufgrund der aktuellen Initiative zum Dialog zwischen dem Heiligen Stuhl und Beijing.

„Dieser Optimismus basiert auf dem starken Mut, den Gott vielen chinesischen Katholiken schenkt, um ihren Glauben zu verteidigen. Der Heilige Geist führt die Kirche zum Dialog, was mir Hoffnung auf Erfolg in den Beziehungen zwischen der Kirche und China gibt.“

Am Ende des Treffens erinnerte Kardinal John Tong Hon daran, dass Papst Benedikt XVI. 2007 den Weltgebetstag für die Kirche in China eingeführt hat, und zwar am Festtag Maria, Hilfe der Christen (24. Mai) und rief die Gläubigen, die zur Internationalen Wallfahrt nach Fatima kommen, in diesem Sinne zum Gebet für China auf.

„Unsere Pilgerfahrt sollte keine isolierte Erfahrung sein. Wir sollen vielmehr jeden Tag unseren Glauben praktizieren, indem wir das Beispiel Marias nachahmen und wie sie den Willen Gottes annehmen und verwirklichen. Auf dieser Wallfahrt bitte ich Sie alle, zu Unserer Lieben Frau für China zu beten.“

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