25.november, 2025
Der neue Pastoralzyklus des Heiligtums von Fatima feiert die Erscheinungen von Pontevedra und Tuy„Gnade und Barmherzigkeit" ist das Hauptthema der vier Jahre, die in zwei pastoralen Zweijahreszyklen gelebt werden. Die ersten beiden Jahre haben das Thema „Herz Mariens, Weg zu Gott".
Nach einem Zweijahreszeitraum, das mit dem Heiligen Jahr 2025 im Zeichen der Hoffnung gelebt wurde, bereitet sich das Heiligtum von Fatima nun darauf vor, in einen Vierjahreszyklus einzutreten, in welchem das hundertjährige Jubiläum der Erscheinungen Unserer Lieben Frau vor Schwester Lucia in Pontevedra und Tuy gefeiert wird, welche sich auf den Herz-Mariä--Zyklus beziehen und jeweils 1925 und 1929, fast ein Jahrzehnt nach den Erscheinungen von 1917 in der Cova da Iria, stattfanden. „Gnade und Barmherzigkeit" ist das Hauptthema der vier Jahre, die in zwei pastoralen Zweijahreszyklen gelebt werden. Die ersten beiden Jahre haben das Thema „Herz Mariens, Weg zu Gott" und werden im Gedenken an das hundertjährige Jubiläum der beiden Erscheinungen verankert, die in der galicischen Stadt Pontevedra am 10. Dezember 1925 und 15. Februar 1926 stattfanden.
• Am 10. Dezember 1925 erschien Unsere Liebe Frau vor Lucia in ihrem Zimmer, im Haus, das den Dorothea-Schwestern in Pontevedra gehörte, wo die Seherin ihr Postulat (die Anfangsphase der religiösen Ausbildung) erfüllte. Laut dem Buch ihrer Memoiren „zeigte die Jungfrau Maria ihr Herz, umgeben von Dornen, und bat um die Andacht der Wiedergutmachung am ersten Samstag".
• Am 15. Februar 1926 erschien das Jesuskind Lucia im Hinterhof desselben Hauses, um die Bedingungen dieser Sühneandacht an den ersten Samstagen, die Unsere Lieben Frau ihr zwei Monate zuvor übermittelt hatte, zu vertiefen.
Schwester Lucia de Jesus mit dem Bischof von Leiria, D. José Alves Correia da Silva, während der Zeit der Erscheinungen des Herz-Mariä-Zyklus.
Die Biennale 2025-2027 wird das Thema „Das Herz Mariens, Weg zu Gott" haben und als zentrales Thema die Andacht der Ersten Samstage und die Wiedergutmachung des Unbefleckten Herzens Mariens, die während der Erscheinungen von Pontevedra an die Seherin von Fatima übermittelt werden, behandeln. Dieses Thema wird durch die Seligpreisung „Selig sind die Reinen im Herzen, denn sie werden Gott sehen" (Mt 5,8) vertieft werden.
• „Suche wenigstens du mich zu trösten und teile mit, dass ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen Gnaden, die für das Heil dieser Seelen notwendig sind, beizustehen, die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten, die heilige Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und mir während 15 Minuten durch Betrachtung der 15 Rosenkranzgeheimnisse Gesellschaft leisten in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten“
QUELLE Aus Schwester Lucias Brief aus Tuy, datiert auf den 17. Dezember 1927, veröffentlicht in den Memoiren von Schwester Lucia, in welchem die Seherin die Sühneandacht der Ersten Samstage bekannt macht, die ihr von Unserer Lieben Frau in der ersten Erscheinung von Pontevedra übermittelt wurde.
Lucias Zimmer in Pontevedra wurde in eine Kapelle umgewandelt. Auf dem Altar, neben dem Allerheiligsten Sakrament, befindet sich das Bild des Unbefleckten Herzens Mariens und des Jesuskindes. © Foto: Pastor Francisco Pereira.
Was ist der Herz-Mariä-Zyklus? Der Erscheinungszyklus, der zwischen 1925 und 1929 in Pontevedra und Tuy in Galicien stattfand, wird Herz-Mariä-Zyklus genannt, weil das Unbefleckte Herz Mariens das zentrale thematische und spirituelle Element dieser Erscheinungen ist. Der Begriff verweist auf die zentrale Bedeutung des Herzens Mariens, das im Zentrum der Botschaft steht. Daher wird er Herz-Mariä-Zyklus genannt, weil die zentralen Themen der Wiedergutmachung und der Weihe untrennbar mit dem Herzen Mariens verbunden sind. Was bedeuten die Andacht der Ersten Samstage und die Gemeinschaft der Wiedergutmachung? In der Botschaft von Fatima bezieht sich die Sühneandacht der Ersten Samstage auf die geistliche Ausübung, um welche Unsere Liebe Frau Schwester Lucia während der Erscheinung von Pontevedra am 10. Dezember 1925 bat und wo sie die Momente und Haltungen verkündet, aus denen diese bestehen soll: Beichte, Rosenkranzgebet, eine Zeit in stiller Gesellschaft mit Unserer Lieben Frau, Meditation über die Geheimnisse des Rosenkranzes und die Eucharistische Kommunion. Als grundlegende Haltung findet man Absicht der Wiedergutmachung an das Unbefleckte Herz Mariens, das von den Sünden der Menschheit verwundet wurde. In diesem Kontext wird die Gemeinschaft der Wiedergutmachung gesehen, um welche Unsere Liebe Frau während der Erscheinung vom 13. Juli 1917 bittet und die dann in Pontevedra konkretisiert wird und welche das gesamte Gefühl von Wiedergutmachung und Verbundenheit mit Gott zusammenfasst, welches die Andacht der Ersten Samstage in den Herzen der Getauften zu verwurzeln versucht (und dann auch durch die Weihe ausgedrückt und vollendet wird). Diese fortschreitende Übergabe seines ganzen Lebens in Gottes Hände, durch das Herz Mariens, wird jedem Gläubigen helfen, sein Leben zu einem „dauerhaften ersten Samstag" zu machen. |