12.august, 2026

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„Niemand ist fremd in Fatima"

Während der Pressekonferenz zu Beginn der Pilgerreise am 12. und 13. August, stellte Erzbischof Andrés Carrascosa Fatima als „Haus der Mutter" dar, in welchem alle Pilger Brüder seien.

 

Während der Pressekonferenz vor der Internationalen Jubiläumspilgerfahrt am Nachmittag des 12. Augusts, kritisierte der apostolische Nuntius in Portugal, welcher die Feierlichkeiten präsidierte, die politische Instrumentalisierung der Migranten und stellte das Heiligtum von Fatima als das „Haus der Mutter" dar, in welchem alle Pilger Brüder sind.

„Hier entdecken wir, dass wir alle Kinder derselben Mutter sind, dass wir Brüder sind, obwohl wir verschiedene Sprachen sprechen. Das ist für mich das Porträt dieser Wallfahrt. Kinder im Haus ihrer Mutter, wo niemand sagen kann, dass der andere nicht zu Hause ist. Niemand ist ein Ausländer in Fatima, in den christlichen Gemeinden ist niemand ein Ausländer", sagte Bischof Andrés Carrascosa.

Auf die Frage nach dem jüngsten Massenzustrom von Migranten nach Ceuta weigerte sich der Vertreter des Heiligen Stuhls, die Situation als „Migrationskrise" einzustufen, da es sich um ein „komplexes geopolitisches" Thema handele. Er warnte vor der Gefahr des Populismus, welcher „einfache Lösungen für schwierige Probleme" vorschlage.

Die Analyse würde „von einfachen politischen Positionen überwältigt, die von einem Extrem zum anderen gehen und wo keines der beiden Extreme eine Lösung" darstelle, fügte Mgr. Andrés Carrascosa hinzu und stellte die Aufnahme nicht nur als politische Option dar, sondern als Pflicht des Glaubens.

„Ein Christ hat kein Recht, fremdenfeindlich zu sein. Aber wenn wir als Christen kein Recht haben, denke ich auch, dass das portugiesische Volk kein Recht hat, fremdenfeindlich zu sein, denn so oft in seiner Geschichte suchte es bessere Lebensbedingungen für die eigenen Familien", endete er und wünschte sich, dass diese Pilgerreise von der Anwesenheit portugiesischer Auswanderer und Migranten in Portugal gekennzeichnet sein würde.

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„Wir müssen Bedingungen für Migranten schaffen“

Im Einklang mit dem Diplomaten des Heiligen Stuhls befand sich auch der Präsident der Bischöflichen Kommission für menschliche Mobilität (CEPMH), der ebenfalls an der Pressekonferenz am 12. und 13. August teilnahm, die zur Nationalen Wallfahrt der Migranten und Flüchtlinge gehört. Gegenüber den Journalisten unterstrich er die ethische Verpflichtung, jeden Christen willkommen zu heißen.

„Diejenigen, die sich Christen nennen, haben keinen Raum für Vorurteile, negative Diskriminierung oder Fremdenfeindlichkeit. [Das liegt eindeutig] außerhalb der christlichen Sensibilität und der Glaubenstradition der Kirche", sagte Bischof Pedro Fernandes, der den Einwanderer als „Geschenk" und Reichtum sah, welcher eine gebührende Begrüßung verdient.

„Wir können diese Leute in Portugal nicht auf irgendeine Art und Weise empfangen. Wir müssen Bedingungen schaffen, damit die vier grundlegenden Verben, die der Kirche so wichtig sind, tatsächlich angewendet werden: aufnehmen, schützen, fördern und integrieren", sagte der Präsident des CEPMH.

Bischof Pedro Fernandes erinnerte daran, dass Mobilität kein dem Glauben fremdes Phänomen sein sollte, sondern vielmehr eine „transversale Achse" der Kirche selbst, die eine „Pilgergemeinschaft" sei.

Eugénia Quaresma, Vorsitzende des portugiesischen katholischen Migrationswerks, eröffnete die Pressekonferenz, um das Thema dieser Wallfahrt vorzustellen. Sie sprach über die Bedeutung, die Migrationsdebatte zu steuern, die sie als „sehr politisiert" ansah.

„Wir haben Kirchendokumente, wir haben pastorale Leitlinien, die uns nicht nur helfen, die Vision der Kirche besser zu verstehen, sondern diese auch in die Praxis umzusetzen", so die Vorsitzende des portugiesischen katholischen Migrationswerks, welche dann dem Professor Eugénio Fonseca Tribut zollte, welcher jahrelang die Leitung der portugiesischen Caritas übernommen hatte und genau an jenem Tag verstorben war.

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24 aug 2026

Rosenkranzgebet an der Erscheinungskapelle, anschließend Lichterprozession auf dem Gebetsareal

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Rosenkranz
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