30.november, 2025

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Das Heiligtum von Fatima eröffnet eine bemerkenswerte Ausstellung mit Objekten von Schwester Lucia und Nationalschätzen

Im Untergeschoss der Heiligen Dreifaltigkeitsbasilika werden Besucher zu einem einzigartigen sinnlichen und kontemplativen Erlebnis eingeladen.

 

Das Heiligtum von Fatima eröffnete am 29. November die Ausstellung „Zuflucht und Weg", eine Schau von großer Bedeutung und historischer Tiefe, die das hundertjährige Jubiläum der Erscheinungen der Jungfrau Maria vor Schwester Lucia in den Jahren 1925 und 1926 kennzeichnet, als diese in Pontevedra, Spanien, lebte.

Die Ausstellung vereint persönliche Objekte der Seherin, die nie zuvor der Öffentlichkeit gezeigt wurden, Kunstwerke von großer Bedeutung, darunter zwei als Nationalschätze klassifizierte Gemälde, sowie eine Reihe sensorischer Installationen, die dem Besucher ein einzigartiges spirituelles und kontemplatives Erlebnis bieten.

Zusammen mit anderen vom Heiligtum von Fatima geförderten Initiativen verkörpert die Ausstellung den ersten Zyklus eines vierjährigen Programms bis 2029, das dem hundertjährigen Jubiläum der Erscheinungen von Pontevedra und Tuy gewidmet ist. Ziel ist es, das Wissen über diese weniger bekannte Periode der Biografie von Lucia de Jesus und die Botschaft von Fatima selbst zu vertiefen.

In der Eröffnungssitzung sprach der Rektor des Heiligtums von Fatima, Carlos Cabecinhas, alldenjenigen, die an der Zusammenstellung der Ausstellung mitgewirkt haben – von Künstlern, Kreativen und Mitarbeitern des Heiligtums bis hin zu den Einrichtungen, die sich für die vorübergehende Ausleihe von Stücken zur Verfügung stellten, seinen Dank aus.

Marco Daniel Duarte, Direktor des Museums des Heiligtums von Fatima und Kurator der Ausstellung, betonte, dass die Ausstellung das Ergebnis eines gemeinsamen Einsatzes sei. Er erinnerte daran, dass im Mittelpunkt dieser Ausstellungen eine jahrzehntelange Forschungsarbeit stehe, und widmete den ersten Besuch dem Gedenken an Luciano Coelho Cristino, ehemaliger Direktor der Abteilung für Studien des Heiligtums, welcher am 28. November 2025 verstorben ist.

 

Einzigartige Objekte und nationale Schätze

Zu den erstmals öffentlich gezeigten Objekten gehören Schwester Lucias Gewand der Dorothea-Schwestern, handgeschriebene Briefe, ein Kruzifix, Stifte, die sie für ihre Memoiren nutzte, eine Kastagnette und Arbeitsmaterialien, darunter Nadeln, Fäden und ein Fingerhut.

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Eine Sammlung an liturgischen Miniaturobjekten, welche von der Seherin selbst während der Zeit, in der sie mit den Schwestern der heiligen Dorothea lebte, sorgfältig angefertigt wurden, verspricht ebenfalls, Besucher zu erfreuen.

Die Ausstellung umfasst außerdem zwei als Nationalschatz eingestufte Werke: das Gemälde Ecce Homo aus dem Nationalmuseum für Antike Kunst in Lissabon und Das letzte Abendmahl aus dem Nationalmuseum Frei Manuel do Cenáculo in Évora.

Mit der Herausforderung konfrontiert, ein Werk auszuwählen, das seiner Meinung nach die Ausstellung am besten darstelle, gibt Marco Daniel Duarte die Schwierigkeit zu, dies zu tun, da die Ausstellung viele emblematischen Werke zusammenbringe, einige, die speziell für die Ausstellung geschaffen wurden und andere, die aus dem Archiv des Museums des Heiligtumes stammen und nun erstmals ausgestellt würden– wie es bei Schwester Lucias Gewand und den von ihr gestalteten Miniaturen der Fall sei.

Seiner Ansicht nach synthetisiert aber das Ecce Homo vom Nationalmuseum für antike Kunst den Geist der Ausstellung auf beispielhafte Weise, da es die spezifische Charakterisierung von Fatima enthalte: die Dornenkrone auf dem Kopf. „Das Geheimnis von Ecce Homo ist nicht nur das Geheimnis der christlichen Kirche, der Katholiken und des Christentums. Es ist die Idee des Menschen im Schmerz, der zu jeder Zeit der Geschichte leidet. Dieses Werk wurde vor Jahrhunderten geschaffen und kommuniziert bis heute mit den Besuchern dieser Ausstellung", sagte er.

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Eine sinnliche und kontemplative Erfahrung

Die Ausstellung zeichnet sich zudem durch ihren experimentellen Charakter aus. Besucher können symbolische Dornen anfassen, mit Bildschirmen interagieren und ein originelles musikalisches Thema hören, wo ein Herzschlag als Metapher für das Herz Mariens dient, komponiert von Sílvio Vicente, Organist im Heiligtum von Fatima.

„Wir möchten, dass die Besucher eine Erfahrung machen, die auf den sensorischen Aspekten basiert", betont Marco Daniel Duarte und gibt der Absicht des Heiligtums Ausdruck, dass die Ausstellung nicht nur eine Reise durch die Geschichte der Erscheinungen sei, sondern auch eine innere Reise, die jeden Besucher dazu einlade, die Welt und sich selbst im Licht der Botschaft von Fatima zu betrachten.

Er hofft, dass die Besucher sehen, dass die Menschheit trotz allem in Remission sei, und weist als großen Schlüssel zur Lesung der Ausstellung den Sieg des Guten über das Böse hervor. „Das ist der Refrain von Fatima", so Marco Daniel Duarte.

 

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Wo und wann man die Ausstellung besuchen kann

Die Ausstellung befindet sich im Untergeschoss der Heiligen Dreifaltigkeitsbasilika und ist bis zum 15. Oktober 2027 zwischen 9.00 Uhr und 12.30 Uhr sowie von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Die kostenlose Ausstellung ist jeden Tag geöffnet, mit Ausnahme am Nachmittag des 24. Dezember, am 25. Dezember und am 1. Januar.

Besucher können zudem von den Mitarbeitern des Museums auf Führungen begleitet werden und in den nächsten Jahren an parallele kulturelle Programme teilnehmen, mit monatlichen thematischen Treffen, die Themen wie Krieg, die Symbolik des Ecce Homo oder die historische Deutung der Erscheinungen gewidmet sind.

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ZEITTAFEL

13 jan 2026

Messe, auf Portugiesisch, in der Basilika Unserer Lieben Frau des Rosenkranzes von Fatima

  • 04h30
Messe

Rosenkranz, in der Erscheinungskapelle

  • 18h30
Rosenkranz
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