17.april, 2026
Vortragsreihe behandelt Kommunikation als Instrument des FriedensDas Treffen versammelte etwa 120 Teilnehmer im Heiligtum von Fatima zum Thema „Kommunikation als Instrument des Friedens".
Der Rektor des Heiligtums von Fatima eröffnete die Arbeiten der V. Ausgabe der Kommunikationstage des Heiligtums von Fatima, die am 17. April stattfanden, mit einer Bekräftigung der Relevanz und Bedeutung des Themas dieser Vortragsreihe. „Heute ist Frieden leider wieder ein Thema der Aktualität, und Fatima spricht zu uns vom Frieden", sagte Carlos Cabecinhas und bezog sich dabei auf das Gebet, auf den Aufruf zum Frieden und auf die Aufmerksamkeit für die Schwächsten, welche in der Botschaft von Fatima zu finden sind. „Der Ort, an dem man für den Frieden betet, kann auch ein Ort sein, an dem man über den Frieden nachdenkt", sagte Patrícia Duarte, Direktorin des Pressebüros, bevor sie den ersten Moment des Tages einleitete: die Übertragung der Chronik „Ein Tag in der Welt", die der Journalist Francisco Sena Santos des Radiosenders Antena 1 exklusiv für das Treffen vorbereitet hatte.
Die Journalistin Rosário Lira moderierte die Eröffnungskonferenz, zu welcher Pater Angelo Romano, Erzbischof Andrés Carrascosa und João Vale de Almeida als Gäste eingeladen waren.
Darauf folgte die Eröffnungskonferenz, die drei Redner an einen runden Tisch zusammenbrachte: den apostolischen Nuntius in Portugal, Erzbischof D. Andrés Carrascosa, den ehemaligen Botschafter der Europäischen Union in den Vereinigten Staaten von Amerika, den Vereinten Nationen und dem Vereinigten Königreich, João Vale de Almeida sowie Pater Angelo Romano, Mitglied der Abteilung für Internationale Beziehungen der Gemeinschaft Sant'Egidio. Der runde Tisch wurde von der RTP- und Antena-1-Journalistin Rosário Lira moderiert, die die umfangreiche Erfahrung der Redner in Mediation und Diplomatie während des Gesprächs hervorhob. Der Nuntius des Heiligen Stuhls in Portugal kritisierte die „geringe mediale Aufmerksamkeit", die dem aktuellen Pontifikat zuteilwird, warnte vor der Rolle von Algorithmen bei der Erzeugung von Gedankenblasen, welche die Aneignung von unbekanntem Wissen erschweren und rief die Medien dazu auf, zu „Friedensagenten" zu werden, die in der Lage sein sollen, Worte zu entwaffnen und denjenigen eine Stimme zu geben, die keine haben, so wie auch Papst Leo XIV. bereits bat. Der Diplomat João Vale de Almeida erkannte die Schwierigkeit der Medien an, der Logik des Konflikts zu entkommen, die insbesondere im aktuellen sozialen Kontext, in dem Gewalt zunehmend trivialisiert wird, Aufmerksamkeit und Neugier weckt. Der Redner zählte zudem einige Prinzipien auf, die einen Krieg verhindern können: die Abschreckung vor Feinden, die Privilegierung der Verhandlungskultur, eine größere Wertschätzung internationaler Institutionen, eine stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft und die Unabhängigkeit der Vermittler. Pater Angelo Romano von der Gemeinschaft Sant'Egidio brachte die Perspektive derjenigen ein, die im Bereich der Mediation tätig sind. Er sprach über die Bedeutung einer moralischen Autorität derjenigen, die verhandeln, die durch die Ermangelung anderer Interessen als die des Friedens gerechtfertigt sei, und warnte Journalisten vor der Gefahr, Kriegspropaganda zu reproduzieren und die Wurzeln der Konflikte nicht in den richtigen Kontext zu setzen. Als Antwort auf eine letzte Frage der Moderatorin stimmten alle drei Redner überein, dass Kommunikationsfachleute in einer Welt, in der Krieg erneut als natürliche Option präsentiert wird, eine größere Verantwortung tragen würden.
Am Ende des Vormittags umfasste das Programm vier 13-minütige Vorträge über Kommunikation als Instrument des Friedens in den Bereichen: online, bei der Arbeit, in der Familie und im Krisenkontext.
Frieden in der Realität des AlltagsAm Vormittag wurde außerdem noch das Thema der Kommunikation als Instrument des Friedens präsentiert, in kurzen Vorträgen von jeweils 13 Minuten und aus vier Alltagsumgebungen heraus: in der Familie, bei der Arbeit, online und in Krisensituationen. Sandra Belo, Mentorin des Family Coaching-Projekts, hob die Bedeutung des Vorbilds hervor, das die Eltern ihren Kindern geben können. Patrícia Ervilha, Entwicklungs- und Schulungsberaterin, wies im Hinblick auf die Haupthindernisse für den Frieden am Arbeitsplatz auf den Altersunterschied und unterschiedliche Kulturen hin und bot ein willkommen-heißendes Zuhören, die Grammatik der Empathie und den Dialog als Werkzeuge an, um in diesem Bereich Frieden schaffen zu können. Rita Basílio de Simões, Professorin an der Universität Coimbra, sprach vor allem über die Bedeutung der persönlichen Verantwortung und Aufmerksamkeit für die Förderung des Friedens im Online-Umfeld. Schlussendlich erläuterte Oberstleutnant Carlos Canatário, Pressesprecher der portugiesischen Polizeibehörde, die Bedeutung von Konzepten wie Vorbereitung, Transparenz und Demut vor, während und nach Krisensituationen.
Am Nachmittag wurden die Teilnehmer in drei praktische Workshops zu künstlicher Intelligenz, öffentlichem Reden und Podcast-Erstellung aufgeteilt. Neuer Podcast des Heiligtums wurde während der Vortragsreihe vorgestelltAm Nachmittag nahmen die Teilnehmer an einem von drei praktischen Workshops teil, die angeboten wurden: öffentliches Reden, moderiert von Lia Gomes, Koordinatorin der Carla Rocha Communication Academies; Erstellung von Podcasts, mit den Redakteuren João Santos Duarte und Tânia Pereirinha der Seite Observador und künstliche Intelligenz, geleitet von Hugo Sousa, Spezialist für Innovation, digitaler Transformation, künstliche Intelligenz und Daten. Das Treffen endete mit der Vorstellung des neuen Podcast des Heiligtums von Fatima unter dem Namen „Politik im Zustand der Gnade", der monatlich Politiker dazu einlädt, über die Zusammenhänge zwischen Politik und Religion zu reflektieren.
Patrícia Duarte, Direktorin des Pressebüros des Heiligtums von Fatima, und die Journalistin Vanessa Cruz präsentieren den neuen Podcast des Heiligtums von Fatima, „Politik im Zustand der Gnade". |